Brasilien – so bunt, so vielfältig
20.04.2012 – 26.04.2012
Brasilien
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Mein Reiseerlebnis
Um Hotels auf Qualität zu checken, machte ich mich für ein paar Tage auf den Weg nach Brasilien. Egal ob für Rundreisen oder für Kreuzfahrten, als Vor- oder Nachprogramm, Brasilien ist immer eine Reise wert. Allerdings muss man dafür teilweise für gute Hotels tief in die Tasche greifen. Auf meiner Reise in verschiedenen Orten mehrere Hotels zu besichtigen, hatte ich aber auch die Möglichkeit die pulsierende Metropole Rio de Janeiro mit all ihren Schönheiten kennenzulernen.
Natürlich standen die beiden Wahrzeichen der Stadt, der Corcovado und der Zuckerhut auf dem Programm. Unglücklicherweise hatte mir ein paar Tage vor meiner Abreise eine Kollegin eine kleine Horrorstory erzählt, also zumindest für mich, welche mich nachhaltig verfolgte. Sie berichtete mir von ihrem Aufenthalt in Rio und ihrem Ausflug zum Corcovado, den sie traditionell mit der Zahnradbahn besucht hatte. Auf ihrer Fahrt muss sie wohl von irgendetwas gestochen worden sein. Denn ein paar Tage später bemerkte sie einen roten Hubbel auf dem Rücken. Als sie zum Arzt ging, sagte dieser „Zum Glück sind Sie so früh gekommen. In ein paar Tagen wären kleine Spinnen aus dem Hubbel geschlüpft“. Denn sie war von einer einheimischen Spinne gebissen worden, die unter ihrer Haut Eier abgelegt hatte. Bei allen, die wie ich unter einer Spinnenphobie leiden, entschuldige ich mich für diese kleine Anekdote. Aber können Sie sich vorstellen, wie nervös ich auf meiner gesamten Reise durch Brasilien und insbesondere auf dem Weg hoch zur Christusstatue war? Ich konnte keine Minute ruhig sitzen bleiben, ohne meine Umgebung nach Krabbelwesen zu scannen. Vielen Dank an der Stelle nochmal an meine damalige Kollegin, die mir damit in ganz besonderer Weise diesen Trip versüßt hat.
Doch neben meinem Aufenthalt in Rio de Janeiro, bei welchem natürlich auch ein Seilbahnausflug zum Zuckerhut und ein Fotostopp an der berühmten Copacabana – für mehr war leider nicht die Zeit, und für meinen Geschmack ist der Strand auch zu überfüllt – stand das Naturwunder Iguazú auf dem Programm. Leider war nur Zeit für die brasilianische Seite, doch für eine kleine Regendusche auf dem Zuschauersteg ganz nah an den Wasserfällen und sogar einen atemberaubenden Rundflug mit dem Helikopter war noch Zeit. Ich bin generell ein Fan davon, alles aus der Luft zu erleben, weil man so eine ganz andere Perspektive einnehmen kann. Die gigantische Größe von vielen Sehenswürdigkeiten wird so erst in vollem Ausmaß sichtbar. So war es auch bei diesem Naturwunder. Es ist kaum zu beschreiben mit welcher Wucht diese Massen an Wasser die Klippen hinunterstürzen und welche gigantische Weite sie haben. Ich hatte auch noch das Glück vorne neben dem Piloten sitzen zu können, sodass dies nochmal eine Steigerung des eh schon außergewöhnlichen Erlebnisses war. Ich empfehle jedem unbedingt die Wasserfälle aus der Vogelperspektive auf sich wirken zu lassen. Glauben Sie mir, dieser Invest lohnt sich auf jeden Fall.
Bevor ich von dem tanzenden, farbenfrohen Salvador de Bahia die Rückreise antrat, machte ich aber noch einen kurzen Abstecher zu einem ganz besonderen Ort. Paraty ist ein Geheimtipp für alle, die menschenleere Sandstrände und kleine, idyllische Pousadas mögen. Einige haben nur wenige Zimmer, teilweise mit Hängematten auf den Terrassen und kleinen Pools und laden für überschaubares Geld ca. 4 Stunden entfernt vom Trubel Rios zum Erholen ein.
Auf einer Brasilienreise darf das lebendige Salvador de Bahia natürlich nicht fehlen. Mir blieb leider nur Zeit für einen kurzen Sparziergang durch die bunte Fußgängerzone, um ein Foto mit einer typischen Bahiana Frau in ihrer traditionellen Kleidung zu ergattern. Aber dies war natürlich ein Must-have.
Meine ganz persönlichen WOW-Momente auf dieser Reise:
- Helikopter Rundflug über die atemberaubenden Wasserfälle Iguazús
- Mega leckeres Essen in einem landestypischen Churrascarias in Rio
- Übernachtung in einer verträumten Pousada in Paraty in Strandnähe
