Expeditionskreuzfahrt mit der Silver Wind
16.03.2026 – 06.04.2026
Südgeorgien und die Südlichen-Sandwich-Inseln
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Mein Reiseerlebnis
5.302 Nautische Meilen war ich mit der Silver Wind von der Luxusreederei Silversea unterwegs. Das sind umgerechnet knapp 10.000 km auf See und diese allein im Südatlantik. Die Flugmeilen nach Buenos Aires, Santiago de Chile und runter nach Puerto de Williams sowie zurück von Namibia sind nicht eingerechnet.
Wie hat mir die Reise gefallen? Alles war fantastisch.
Die anfängliche Begeisterung trübte sich ein bisschen, nachdem ich gefühlt jede Woche oder alle paar Tage eine E-Mail der Reederei erhalten habe. Mal mit wichtigen Infos, dann mit Hinweisen, was ich noch alles dazu buchen kann, mal für meine Begriffe mit Unwichtigem. Mir persönlich war das etwas zu viel, aber ich kann auch verstehen, dass andere Gäste dies vielleicht toll finden, wenn Silversea immer wieder eine Email zur gebuchten Reise schickt. Aber letztendlich kommt es darauf nicht an.
Wichtig ist, wie war das Schiff? Es wurde 1995 gebaut und wird sukzessive renoviert. 2021 hat das Schiff nochmal eine bessere Eisklasse erhalten. Viele meiner mitreisenden Gäste lieben das alte elegante Flair, insbesondere die alte Schiffsform. SO stellt man sich ein hübsches Kreuzfahrtschiff vor. Ideal ist insbesondere die Größe, denn mit maximal 274 Gästen (in der Antarktis nur bis 200) ist die Silver Wind klein, überschaubar und familiär.
Ebenso wichtig sind die Speisen und Getränke. Bei einer Luxusreederei wie Silversea ist es selbstverständlich, dass nur Hochwertiges angeboten wird. Champagner ist genauso selbstverständlich wie erlesene Weine. Auch das Essen ist vom Feinsten. Kaviar und Hummer sind praktisch immer zu haben. Ich habe noch nie so gut auf einem Schiff gespeist. Wobei ich Ponant in Schutz nehmen muss: damals war leider wegen Corona alles auf „Sparprogramm“, zwar immer noch hochwertig, aber die Reedereien konnten damals nicht aus dem Vollen schöpfen. Ich hatte mich auf der Silver Wind immer für die Bedien-Restaurants entschlossen, weil ich diese gemütlicher finde. Natürlich gibt es alternativ auch Buffet-Restaurants. Die Speisekarten waren stets so verlockend, aber ich musste mich ja für ein Gericht entscheiden. Das fiel wirklich schwer, denn alles auf der Karte hörte sich lecker an. Und es war auch alles sehr lecker. Nachmittags wurden wir mit kleinen Häppchen verwöhnt und hier war für jeden etwas dabei: Käse-, Lachs-, Schinken-Brote oder süße Leckereien. Scones mit Clotted Cream und Erdmeermarmelade waren meine täglichen Nachmittagsschleckereien zur Tea Time.
Wie auf anderen Kreuzfahrtschiffen auch gibt es natürlich auch an Bord der Silver Wind Spezialitätenrestaurants: inklusive sind der Grill auf dem Pooldeck sowie das La Terrazza, das Beste der italienischen Küche. In diesem Restaurant wird morgens das Frühstücksbuffet angeboten. Dann gibt es noch das La Dame, welches exklusive französische Küche auf den Teller bringt. Verständlich, dass das Feinschmeckerrestaurant gegen Aufpreis zu buchen ist.
Mein Fazit: alles war fantastisch lecker und ich wüsste nicht, wie man das alles hätte toppen können. Eigentlich macht eine andere Luxusreederei Werbung mit dem Slogan „The finest Cuisine at Sea“, aber ich finde, das trifft auch auf Silversea zu.
Hatte ich erwähnt, dass man die Schiffe von Silversea besser AIDA getauft hätte? Anschließend Ist Diät Angesagt😋😂
Was kann ich zum Service an Bord sagen?
Die Crew ist extrem aufmerksam und verwöhnt alle Gäste. Egal ob man in der Bar sitzt oder draußen an Deck, es wird immer geschaut, dass die Gäste mit allem, was sie wünschen, versorgt werden. Silversea ist eine Luxusreederei und genau das spürte ich jeden Tag: der Service war einfach perfekt. Nicht aufdringlich, aber jederzeit verfügbar. Nur als Beispiel: an den wärmeren Tagen stand auf dem Pooldeck ein Tisch mit Champagner zur Selbstbedienung. Und daneben standen mehrere Spender mit Sonnencreme. Selbst an solche Kleinigkeiten denkt Silversea, das finde ich großartig. Natürlich haben die Gäste auch Erwartungen an eine Luxusreederei. Silversea erfüllt diese, denn gut 80% der Gäste auf meiner Reise haben bereits an Bord ihre nächste Reise mit Silversea gebucht. Mehr brauche ich dazu nicht zu schreiben😂 denn so viele zufriedene Gäste werden schnell zu den besten und treuesten Stammkunden von Silversea. Hätte man mir eine weitere „Schulungsreise“ angeboten – ich hätte auch sofort wieder gebucht.
Bei einer Reise in antarktische Gewässer ist ein erfahrenes Expeditionsteam unerlässlich. Hiermit steht und fällt eine Expeditionskreuzfahrt. Und Silversea hat ein wirklich super tolles Team von Wissenschaftlern an Bord.
Zum einen werden viele Vorträge über die Tiere in der Antarktis und den subantarktischen Inseln gehalten, ebenso über die Natur und Geologie. Aber auch historische Vorträge waren im Angebot, insbesondere über die Falkland Inseln und deren Sieg über den Angriff Argentiniens.
Das Wetter, sprich Stürme und Seegang, kann das Expeditionsteam nicht beeinflussen. Aber der Kapitän kann kritischen Gegenden ausweichen. Daher können sich die vorgesehenen Routen ändern. Und dann ist ein kompetentes Expeditionsteam gefragt. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei Marieke Egan, unserer Expeditionsleitung, bedanken. Sie hat wahrlich Wunder gewirkt und tolle Arbeit geleistet. Wo auch immer ein Anlanden unter den gegebenen Wetterbedingungen machbar war, hat sie es uns ermöglicht. Und das ist nicht selbstverständlich. An Bord habe ich gehört, dass ein Expeditionsteam von einer anderen Luxusreederei trotz einer Ausstattung mit U-Boot und Helicopter nichts auf die Reihe bekommen hat. Oder eine andere Reederei, die auf Tristan da Cunha nicht anlanden wollte, obwohl die Wetterbedingungen gut gewesen wären. So etwas ist schade. Da bezahlt man viel Geld, hat natürlich entsprechend hohe Erwartungen und wird enttäuscht. Bei Silversea wurde ich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil: ich bin begeistert, denn ich habe alle Pinguine gesehen, die man in dieser Gegend sehen kann. Dank eines fantastischen Expeditionsteams, das schon seit vielen Jahren für Silversea arbeitet und aus Wissenschaftlern besteht, die sich in ihrem jeweiligen Fachgebiet aufgrund langjähriger Erfahrung bestens auskennen. Ich spürte auch, dass die Zusammenarbeit allen Spaß machte und vor allem, dass sich viele von Ihnen seit Jahren kennen. Das Team war absolut perfekt!
Fazit:
ich kann euch die Luxusreederei Silversea für eine Expeditionskreuzfahrt sehr empfehlen. Vorausgesetzt, dass Ihr Englisch sprecht, denn als internationale Reederei ist alles auf Englisch. Es gibt keine Speisekarten oder Vorträge auf Deutsch, das muss man wissen. Ich hatte das Glück, dass zwei deutschsprachige Mitarbeiter im Expeditionsteam waren. An Bord waren außer uns nur 1 deutsches Ehepaar und 3 Schweizer, alle anderen Gäste kamen aus den USA, Australien, UK, Belgien, praktisch aus allen Regionen der Erde. Wer nicht fit in der englischen Sprache ist, dem empfehle ich eine andere Reederei. Aber die Sprachbarriere wäre tatsächlich für mich der einzige Grund, keine Expeditionskreuzfahrt mit Silversea zu buchen.
